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Donnerstag, 3. Juli 2008

Verzückung

Wie kann ich meine Unschuld wahren,
die Ungeduld bezähmen
und verbannen Ungewissheit?

Der Fluch des Blut hämmert hinter meinen Augen,
da meine Lippen jene Süße spüren,
die wie mit Schweigefingern jeder Windhauch
auf sie legt, verlockend,
dass sie sich verlangend öffnen.

Ich sehne mich so nach dem Unbekannten,
nach jenem, das man mir so oft
mit Flüsterworten zugeraunt -
ob es der Böse war, der mich versuchte?
– wenn ich die alten Worte formte im Gebete,
dass mich der rote Sog ergriff und taumelnd
ich dem Einen, Allgewaltigen gehören wollte,
der mich und meinesgleichen einst geschaffen.

Doch nicht als Sklavin oder Dienerin,
frei will ich die Entsagung leben.
Nicht aus dem Schatten
nein, im Licht will ich die Augen heben,
wo es wie Moschus mich umweht,
die grünen und die blauen Blätter
rings in dem sich öffnenden Erblühen
erklingen, die mein Herz für ihn erdacht,
und ich mich hebe…


28. Februar 2007

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